Aston Villa – Liebe auf den ersten Blick bei Tipslørdag
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Manche wählen ihren Verein. Andere werden von ihm gewählt.
Für mich begann alles vor dem Fernseher mit meinem Vater, als wir Tipslørdag (Wett-Samstag) sahen. Es war eigentlich Zufall. Aston Villa erregte meine Aufmerksamkeit, weil der Name mich an Aston Martin erinnerte. Mein Vater war Mechaniker, also kannte ich die Automarke gut. Gleichzeitig hatte Villa einige der schönsten Trikots im englischen Fußball, und irgendwie war ich schon damals begeistert.
Die Liebe wurde durch Spieler wie Gabriel Agbonlahor, Juan Pablo Ángel, Martin Laursen und David Ginola wirklich gefestigt. Spieler, die den Villa Park zu etwas Besonderem machten und dazu führten, dass das Aston Villa-Trikot das einzige Trikot war, das ich unbedingt besitzen musste.
Aber es war nie ein Fan-Leben voller Trophäen und ständigem Erfolg. Ganz im Gegenteil. Als Villa-Fan lernt man schnell, mit Rückschlägen zu leben. Der härteste Moment war zweifellos der Abstieg im Jahr 2016. Einer der größten Vereine Englands war plötzlich nicht mehr in der Premier League, und der Weg zurück wurde länger und schwieriger, als viele es sich vorgestellt hatten.
Ich erinnere mich besonders an die Jahre in der Championship, in denen das Team fast ausschließlich von Leihspielern, Hoffnung und einem jungen Jack Grealish zusammengehalten wurde. Für mich wird Grealish immer der Mann sein, der Aston Villa auf seinen Schultern trug. Er führte den Verein 2019 zurück in die Premier League und war im folgenden Jahr entscheidend dafür, dass Villa in der Liga überlebte. Diese Saison werde ich nie vergessen.
Deshalb hatte ich auch nie etwas gegen seinen Wechsel zu Manchester City. Wenn ein Spieler so viel von sich gibt und gleichzeitig rund eine Milliarde Kronen für seinen Jugendverein einbringt, dann hat er sich das Recht verdient, neue Träume zu verfolgen. Ich würde ihn immer noch mit offenen Armen empfangen, wenn er eines Tages in den Villa Park zurückkehren würde.
Vielleicht gab es deshalb auch nie einen Zweifel, welches Trikot ich tragen sollte, als ich mit Aston Villa Dänemark in Proud Mary stand und Aston Villa wieder eine europäische Trophäe in die Höhe stemmen sah. Von den zufälligen Tipslørdag-Spielen mit meinem Vater bis zu europäischen Triumphen unter anderen Villa-Fans. Es sind solche Momente, die mich daran erinnern, warum es im Fußball nie nur um Ergebnisse geht.
Es geht um die Erinnerungen.
Und manchmal beginnen sie mit einem Vereinsnamen, der an ein Auto erinnert.